Ein T-Shirt für fast 50 Euro: Ist das teuer? Vielleicht. Aber der veranschlagte Preis ist notwendig, um unsere Shirts so fair, sozial und nachhaltig produzieren zu lassen, wie es unser Anspruch verlangt. Ein Stück weit musst Du uns das natürlich glauben, aber wir möchten Dir mit einer Grafik das Vertrauen in uns, unser Produkt und vor allem unsere Mission erleichtern.

Das Schaubild schlüsselt auf, wie sich der Gesamtbetrag von 49 Euro für ein MOOT-Shirt prozentual zusammensetzt. Somit kannst Du nachvollziehen, wofür genau Du Dein Geld bei einem Kauf eines Produkts ausgibst. 

Zum Vergleich siehst du rechts daneben zudem die prozentuale Kostenverteilung eines herkömmlichen T-Shirts aus dem mittleren Preissegment.

Handel und Gewinn

Der größte Anteil landet standardmäßig im Unternehmen – bei uns sind das konkret: 23 Euro pro verkauftem Shirt. Mit der Summe, die hier pro Monat zusammenkommt, werden die Selbstkosten getragen, darunter fallen die Ausgaben für Mitarbeitende, Büroräume, Arbeitsmaterialien und alles andere, was MOOT an Rechnungen zu begleichen hat. 

In der Regel macht diese Kategorie, Handel und Gewinn, etwas über 50 Prozent des Verkaufspreises aus.

Steuern

Bei den Steuern gibt es wenig Spielraum: Wir zahlen insgesamt knapp 8 Euro Steuern, das ergibt nunmal diese 16 Prozent des Verkaufspreises. 

Weshalb bei dem Vergleichsshirt der prozentuale Betrag für die zu leistenden Steuern geringer ausfällt, kann nur mit gewissen Steuervorteilen für größere Unternehmen erklärt werden.

Material und Produktion

Zufälligerweise entspricht unser errechneter Wert für Material und Produktion dem für das Vergleichsshirt. Zufälligerweise, weil der Wert ganz bestimmt unterschiedlich zustande kommt.

Wir machen unsere Kleidung, wie es bereits im Namen des Labels steht, aus textilem Müll. Den erhalten wir für eine kostengünstige Kilopauschale von den mit uns kooperierenden Sortierungsunternehmen. Zu den Materialkosten zählen außerdem die Ausgaben für die Ein- und Aufnäher und das Garn.
Entsprechend mehr zahlen wir den Produktionsstätten für die Verarbeitung der Bettwäsche zum Shirt, also der Färberei und unseren Nähereien. Diese finanziellen Aufwendungen fallen tendenziell hoch aus, weil wir fair in Deutschland produzieren lassen.

Transport

Unsere Transportkosten sind sehr niedrig, weil wir sehr wenig transportieren: Der Textilmüll aus Berlin und Quakenbrück (Niedersachsen) wird bei Marburg (Hessen) gefärbt und in Berlin zu neuwertiger Kleidung vernäht. Da das Rohmaterial also während des gesamten Produktionsprozesses bis zum vollendeten Shirt Deutschland – streng genommen sogar die nördliche Hälfte Deutschlands – nie verlässt, sind die zurückgelegten Wege kurz und somit die Kosten für den CO2-neutralen Transport (in XXL-DHL-Paketen) auf ein Shirt heruntergerechnet gering.

Marketing

Potenzielle Partner*innen werden angesichts der großen 0 womöglich den Kopf schütteln. Aber momentan sind bei uns keine Ausgaben für Marketing eingeplant. 

Das hat zwei relevante Gründe: Zum einen möchten wir für die Mission, die uns am Herzen liegt, begeistern. Wir möchten Menschen mobilisieren, sich gemeinsam mit uns für mehr Nachhaltigkeit in der Modeindustrie einzusetzen – faire Löhne, angemessene Arbeitszeiten und einen bewussteren Umgang mit der Ware Kleidung eingeschlossen. An dieser Bewegung, wie wir es nennen, sollen sich Gleichgesinnte aus Überzeugung beteiligen und nicht, weil sie für einen Instagram-Post bezahlt werden.

Zum anderen möchten wir ganz einfach den Verkaufspreis nicht weiter erhöhen.

Versand

Weil wir die Gebühr für den deutschlandweiten Versand bereits in den Verkaufspreis mit einberechnet haben, musst Du, wenn Du bei uns bestellst, keine zusätzlichen Versandkosten zahlen.
Auch die Lieferung zu Dir ist übrigens dank DHL GoGreen CO2-neutral.

Lohnanteil

Du fragst Dich, wie es zu einer derart auffälligen Diskrepanz zwischen unserem und dem Vergleichsshirt kommen konnte? Wir auch.

Abhängig ist der Betrag natürlich auch vom Produktionsstandort. Wir jedenfalls lassen in Deutschland produzieren und bezahlen die beauftragten Nähereien so, dass sie ihre Beschäftigten wiederum für deren geleistete Arbeit fair entlohnen können.